Anfang Februar 2026 - die Anreise nach Hellas

Jetzt geht alles schnell. Nachdem wir die Überfahrt von Tunesien überlebt haben, sind wir motiviert schnell nach Griechenland weiter zu reisen. Tickets Bari-Patras sind für den 5.2. gebucht. Der Plan ist es, dann gleich weiter über Piraeus nach Kreta zu fahren.

Nach beinahe 5 Monaten Anreise sind wir nun endlich in Griechenland! Die Überfahrt von Bari war durchaus bewegt weil auch schaukelig. Es war die 12 Fährfahrt unserer Reise und ja das Fährefahren geht ins Geld. Bari-Patras 560€ und Piräus-Kreta nochmals 410€. Aber wir brauchen ja ansonsten kaum Geld.

Griechenland - ja es ist eben Griechenland. Schon die Luft ist hier anders ganz zu schweigen vom Essen.

Planlos bei besten Wetter und blauen Himmel brechen wir morgen nach Kreta auf. Wo es dann hin geht wissen wir noch nicht - wir wollen bis Mitte März auf Kreta bleiben und hoffen auf einen schönen Frühling dort.

Und wenn die Durchsagen zu laut sind, dann wird der Lautsprecher kurzerhand abgeschlossen!


Das erste griechische Essen - und wir haben uns schnell wieder umgestellt - am Besten ist es viele Vorspeisen zu essen!

Und nach einer herrlichen Nacht - dann der schöne friedliche Morgen.

Heute geht's noch ein kleines Stück in den Süden (also südlich von Athen) und morgen auf die Fähre...

Heute ein fauler Tag und wieder kulinarisch.

Wir waren am 9. August 2019 genau hier - die Sonne ging damals weiter im Westen unter ;-)

9.2.2026 Wir sind auf Kreta

Ein Hoch auf Griechenland - warum? 

Weil so viele Erinnerungen und schöne Gefühle hochkommen.

Weil wir uns hier ein bisschen heimisch fühlen.

Weil die Andi schon so gut Griechisch kann.

Weil hier alles einfacher ist - alles nicht so genau (das haben wir gestern genossen als wir einiges gegen die Einbahn und auch in der Fußgängerzone gefahren sind. Mit schlechtem Gewissen, bis wir gesehen haben, dass das hier alle so machen!).

Weil das Essen so einfach und doch vielfältig und gut ist. 

 

Weil man hier verWeilen kann...

10.2. Die erste Wanderung

Nach 4 Wochen ist ein Waschtag bitte nötig

Andi nutzt gleich alle 4 Maschinen!

Und auch wir brauchen eine Dusche ;-) Also Wasser voll tanken!

12.2. Wandern

13.2.2026 Wigerl 4 wird zum Marktwagen

Wir hatten vorgestern eine stürmische Nacht. Eigentlich kann ja nichts passieren - es waren keine Bäume da, die uns auf's Auto knallen könnten und für den wind war unser Auto dann doch zu schwer um umgekippt zu werden. Dennoch erzeugen diese kurzen harten Böen eine Unwohlsein bis hin zu Angst.

Um so eine weitere Nacht zu vermeiden, haben wir uns im Hafen auf einen kleinen Platz an ein Gebäude gestellt. Lauschig und nett, 20m vorm Strand und mit Sicht auf die Fischerboote. Die Nacht war entsprechend ruhig. Was uns nicht so bewusst war, ist die Tatsache, dass hier jeden Freitag Markt ist und so standen wir dann mitten im Markt. "Was wollen wir verkaufen", fragte die Andi - Austrotappas?

Gedanken zum Überwintern im Süden

Es hört sich super und genial an, dem oft nassen, nebeligen und kaltem Wetter zu Hause zu entkommen. Was kann schöner sein als am Meer in der Sonne zu liegen?

Nach 5 Monaten kann ich da schon etwas dazu sagen!

Das Meer kann im Winter sehr wild sein. Das Meer kann im Winter sehr kalt sein. Das Meer kann im Winter bedrohlich sein.

Das Wetter kann im Winter sehr wild sein. Das Wetter kann im Winter kalt sein. Das Wetter kann im Winter bedrohlich sein.

Anders als im Sommer hat im Winter viel zu - teilweise muss man schon schaun wo man etwas zu essen bekommt. Anders als im Sommer haben viele Stellplätze und Campingplätze zu.

Anders als im Sommer sind viele Orte eine Baustelle und nicht sehr lauschig.

 

Ha - jetzt habe ich euer Mitleid! Nein - wir bereuen absolut nichts, auch wenn wir diese Art von "Urlaub" noch nicht perfekt drauf haben. Teilweise tun wir wie im Sommer und das funktioniert jetzt so nicht. Wir sind sehr aktiv und versuchen ständig das Beste aus Wetter, Möglichkeiten zu Wanderungen, Essen, Einkaufen, ... zu machen.

Dabei sind wir im "Vollgas Urlaubsmodus" und das ist auf Dauer ganz schön anstrengend.

Klar, in Tunesien war das so geplant - da wollten wir in 4 Wochen auch einiges sehen und erleben.

Aber jetzt sehnen wir uns nach mehr Ruhe und Erdung. Daher versuchen wir nun etwas runter vom Gas und auch das Wetter einfach Wetter sein zu lassen.

Ergänzung zum Überwintern

Soziales - nachdem ich auch gerne meine Ruhe habe, kommt mir diese Art des Lebens schon ein gutes Stück entgegen. Was mir aber schon fehlt, ist der spontane Kontakt mit Freunden. Nicht, dass ich so viele hätte, aber sich spontan auf ein Bierchen zu treffen und über das schöne in der Welt zu plaudern, das fehlt. Klar kann man auch telefonieren, auch. mit Video. Aber da habe ich auch meine Theorie dazu. Da wir alles in diesem Reiseblog festhalten und ich schon viel Lob und Anerkennung dafür bekommen habe, denke ich, dass uns niemand anruft. Wenn jemand was über uns wissen möchte, kann er ja in den Blog reinschauen, ist einfacher als anzurufen. Das ist dann die Schattenseite der Digitalisierung.

 

Tagesablauf - das ist schon ein Riesen Plus. Man kann sich total dem eigenen Biorhythmus hingeben. Aufstehen um 9:00 und dann gemütlich Frühstück bis 10:00. Viel Bewegung an der frischen Luft. Zeit für Yoga, Zeit für Meditation oder auch nur auf's Wasser schauen. Zeit für alles auf das man gerade Lust hat - Fischen, Lesen, Fernsehen, Video schneiden, ... Reiseblog schreiben ;-)

 

Grundversorgung - für mich eigentlich das Schönste am Vanlife. Man ist schon zu einem guten Teil beschäftigt mit den Basics wie Einkaufen, Kochen, Essen, Körperpflege, ...

Natürlich hat man das zu Hause auch, muss aber meist so nebenbei mitlaufen. Hier hat man Zeit dafür und kann diese wichtigen Sachen mit mehr Sorgfalt und Qualität vollziehen. Gerade Einkaufen ist doch im Alltag eine unangenehme Pflicht. In Tunesien war das eine Freude. Am Markt gustieren was alles angeboten wird und dann daraus etwas gutes kochen.

Doch dies birgt auch eine Gefahr - allzuviel ist ungesund und so müssen wir aufpassen mit gutem Essen und Trinken. Man kann nicht den ganzen Tag essen und nicht um 10:00 mit der ersten Flasche Wein beginnen. Das wir hier gefordert sind, zeigt schon die Waage. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob die Anzeige stimmt. Womöglich zeigt die auf Meereshöhe mehr an. Könnte ja so sein wie mit der Luft die in den Bergen dünner ist.

 

Klima - auch wenn es Dick&Doof (Donald Trump) leugnet - das Wetter wird immer verrückter - da hat es mit Dick&Doof was gemeinsam ;-)

Über's Wetter kann man aber immer jammern oder einfach so nehmen wie es ist. Bei Sturm oder Starkregen sollte man seinen Übernachtungsplatz richtig wählen um eine ruhige Nacht verbringen zu können.

Nach 5 Monaten kann ich sagen: Wie hatten noch keinen einzigen Tag ohne Sonne. Es hat noch nie länger durchgeregnet und es ist warm. Klar hatten wir in der Wüste mal 2-3 Grad in der Nacht. Aber im allgemeinen hat es nicht unter 10 Grad nachts und 15-20 Grad tags.

Teilweise auch mehr. Das Wasser war mit 15 Grad am Tiefpunkt und jetzt auf Kreta schon wieder bei 17-18 Grad - es geht auswärts.

 

Fazit - ich könnte mich daran gewöhnen. Selbstbestimmt und nicht in einem Büro eingesperrt zu sein. Keine wirklichen Verpflichtungen. Tun was einem gut tut (und das erstmal herausfinden!). Raus aus dem Hamsterrad und langsam werden. Den Blick schärfen um Dinge zu sehen, die man nicht mehr gesehen hat.

Ich bin mir sicher, man kann noch viel dazu lernen und es ist definitiv nicht so, dass man nach 7 Monaten ein Profi im "frei Leben" ist. Nochdazu wenn es nur ein "Freigang" war und ich nach Garsten zurück muss ;-)

 

Aber - vielleicht gelingt es ja später im Alltag ein Stück dieses "frei Lebens" weiter zu praktizieren. Dann hätten die 7 Monate einen nachhaltigen Effekt!

 


18.2.26 Fasching vorbei und wir sind angekommen - Paleochora

Gestern haben wir noch einen ´Zwischenstopp in Rethymno eingelegt. Im alten Hafen haben wir sehr gut gegessen und dann im Hafen auf einen "Gott sei Dank" geschützten Platz übernachtet.

Heute sind wir dann bei Sturm nach Paleochora gefahren. 100km Gegenwind ist nicht fair - die schöne Landschaft hat aber alles entschädigt. Hier in Paleochora haben wir nun endlich wieder auf einem "Wintercamp" eingecheckt. D.h. der Platz ist offen, aber nur im Winterschlaf. Man ruft eine Telefonnummer und der "Winterhausmeister" Chris kommt. Zeigt einem dem Platz, Macht ein Foto vom Reisepass und wenn wir was brauchen, einfach anrufen - das war's.

Und Orea liebt Souvlaki!!!


22.2.2026 Fasching - gescheiterte Wanderungen - Naxos Augen - Gewitter

Hier in Griechenland ist der Fasching später und diese Wochenende war der Bär los! Wir genießen bestes (hier ist der Superlativ angebracht!) griechisches Essen.

Andi spaziert am Strand entlang und findet ein Naxosauge, noch eins und nocheins und am Ende sind es 195 Stück.

Und dann versuchen wir uns an einer schönen Schluchtenwanderung. Beim ersten Mal habe ich den falschen Weg eingeschlagen und wir sind an einer Felswand geendet. Heute der 2. Versuch und beim Überqueren einen Flusses dann mein Missgeschick - platsch und der Thomas liegt rücklings im Wasser. Also Rückzug und das Handy dürfte auch was abbekommen haben. Einmal werden wir es noch versuchen.

Naxosaugen - oder Kretaaugen?

26.2.2026 Jetzt wird überwintert

Jetzt sind wir schon über einer Woche hier bei Paleochora und schön langsam kommen wir in den "Überwinterungs-Modus". D.h. wir fahren nicht ständig umher um irgendwelche Sehenswürdigkeiten anzusehen, sondern stehen einfach hier am Strand und leben unser Leben.

Dazu gehört vor allem, Essen, Trinken, Schlafen, am Strand liegen, Wandern und ein bisschen Yoga.

Das versuchen wir nun noch ein bisschen - 2 oder 3 Wochen so zu praktizieren. 

Gott sei Dank gibt es aktuell nicht mehr zu berichten - wir Leben! Und das ganz gut und werden immer besser.


März 2026 - Eine erste Zwischenbilanz

Eigentlich wollte ich das nach genau sechs Monaten Auszeit schreiben, aber ich denke eine Woche zu früh geht auch.

Also nach einem halben Jahr mit dem Camper im Süden, über 10.000km Strecke, 7 Länder, unterschiedliche Kulturen und schöne Plätze zum Verweilen, habe ich viele Gedanken im Kopf.

Komfortzone, Sicherheit, Wohlstand, Gesellschaft, Verpflichtungen, Anstand, Anerkennung, usw. stehen Begriffen wie Freiheit, Tun was mir gut tut, die Fremde kennen lernen, neue interessante Leute kennen lernen, Downsizing, Sonne und Meer, gegenüber.

Dabei bleibe ich meinen Grundsätzen treu (welcher ich von meinem weisen Opa gelernt habe): "Jeder ist seines Glückes Schmied", "Zweng und z'fü is Norrn Zü" - also die Wahrheit liegt in der Mitte!

So gilt es den gesunden Mittelweg zu finden - Best of all!

Das muss das Ziel sein: Anbau, Saat und Aufzucht in der gewohnten sozialen Komfortzone und dann die Ernte in Freiheit genießen.

Das zweite, denke ich, ist nicht so schwer wie die Bestellung des Feldes. Da müssen noch ein paar Ideen geboren werden - aber dazu habe ich ja noch einen Monat Zeit ;-)

4.3.2026 Seit 2 Wochen in Paleochora

Hat ja ganz schön lange gedauert bis wir endlich wo angekommen sind. Hier bei Paleochora im Südwesten von Kreta fühlen wir uns wohl. Der Platz, der Strand, der Ort, die Ausflugsmöglichkeiten per Rad oder zum Wandern, alles ist für uns optimal. Auch bezüglich Wind ist dieser Platz sehr geschützt und somit kein Problem.

Was tun wir hier - nichts und doch alles. Wir machen den Haushalt, wir liegen am Strand, wir kochen, wir gehen Essen, wir wandern und wir fahren Rad. Wenn dann noch Zeit bleibt, dann befreien wir den Strand von den Naxosaugen. Die sammeln wir und bringen sie dann dorthin wo sie hingehören - nach Naxos!

Sowohl per Rad oder zu Fuß haben wir alle Ausflüge genossen (nur den mit dem Bachbett nicht;-) ).

Ziegen und Schafe begleiten jede Wanderung zur Oreas Freude. Ich denke die Schafe sind dann nach Ostern weniger.

Also - im Wesentlichen gibt es nicht viel mehr zu berichten - anbei noch einige Impressionen.


Freitag der 13. - Es geht dem Ende zu...

Ich liebe Freitag den 13. - es war heute in Wunderschöner Tag!

Aber es geht dem Ende zu. Nach nun 6 Monaten beginnt unsre letzter Monat.

Am Sonntag geht's nach Santorini und dann weiter nach Naxos wo wir unsere Kinder samt lieben Partnerinnen treffen - wir freuen uns sehr!

Kreta war ein besonderes Erlebnis - alles zuvor war auch super, Elba, Sardinien, Sizilien und natürlich Tunesien, aber auf Kreta sind wir dann endlich in den Winterschlaf-Modus gekommen. Paleochora- 4 Wochen Anker werfen und ruhe geben. Das könnte man sogar noch länger aushalten. Ja - es gibt einen Unterschied zwischen reisen und überwintern.

Schweren Herzens sind wir also aufgebrochen - die Andi ist nach Elafonissi gewandert. Ich hab beim Netktarios 20l Olivenöl gekauft und bin dann über die Berge 50km nach Elafonissi gefahren um die Andi abzuholen. 

Jetzt sind wir nahe Kissamos und bewegen uns langsam Richtung Fähre...

Das war für beinahe 4 Wochen unser Platz!

Olivenöl - passt perfekt in den Gaskasten


15.3.2026 Nach 6 Wochen sagen wir Αντίο Κρήτη

"Auf wiedersehen Kreta" - wir kommen wieder!

Am 14.3. haben wir uns noch mit Irmi und Thomas getroffen und einen netten Abend in einer Taverne bei Souda verbracht. Dann am Sonntag entlang der Nordküste bis Heraklion um dann um 20:30 nach Santorini zu fahren. Will man im Winter von Kreta nach Naxos, dann kann man entweder zurück nach Athen und anschließend mit der Blue Star nach Naxos. Das ist teuer und dauert lange. Eine bessere Alternative ist, nach Santorini zu fahren und dann umsteigen nach Naxos. Das Umsteigen ist mir einen Besuch am Krater mit Frühstück verbunden. Auch ein Strandbesuch in Kamari geht sich aus.

Jetzt freuen wir uns aber sehr auf Naxos und somit beginnt nun unser letzter Reiseabschnitt!!!

Santorini

Santorini ist gerade dabei den Winterschlaf zu beenden. Die ersten Touristen scharren in den Starlöchern und man bekommt schon jetzt einen ersten Eindruck was im Sommer hier los sein wird!

Auffällig viele Asiaten sind schon hier - da habe ich gleich eine Entdeckung gemacht. Santorini ist voll mit Souvenirläden die wiederum vollgestopft sind mit "Made in China Klump". Die Asiaten wiederum kaufen das und bringen es wieder zurück, wo es herkommt und hingehört - z.B. ins Chinesische Hallstatt. Ist quasi eine Art von Recycling!